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Es ist die Frage, die mir vor jedem Familienshooting gestellt wird – meistens zwei Tage vorher, per WhatsApp, und oft mit einem Foto von drei Kleiderstapeln dazu: Was ziehen wir bloss an?

Die gute Nachricht: Sie können dabei fast nichts falsch machen. Die etwas längere Nachricht: Es gibt ein paar einfache Regeln, mit denen Familienfotos deutlich ruhiger wirken – und die haben nichts mit teurer Kleidung zu tun.

Die eine Regel, die alles andere überflüssig macht

Kleiden Sie sich nicht gleich. Kleiden Sie sich zueinander passend.

Der Klassiker – alle in weissem Hemd und Jeans – sieht auf dem Bild oft steifer aus, als die Familie in Wirklichkeit ist. Es entsteht eine Art Uniform, und Uniformen erzählen wenig. Viel schöner wird es, wenn jede Person etwas trägt, in dem sie sich wohlfühlt, und alle zusammen in derselben Farbwelt bleiben.

Drei Outfits fürs Familienshooting auf einer Kleiderstange: Leinenkleid, Strickpullover und dunkler Pullover in abgestimmten Naturtönen
Drei Teile, eine Farbwelt – und trotzdem trägt jede Person etwas Eigenes.

Denken Sie an drei bis vier Töne, die miteinander können: zum Beispiel Creme, Sand, warmes Braun und ein gedecktes Grün. Jede Person bedient sich daraus.

Ihre Tochter im sandfarbenen Kleid, Ihr Sohn im grünen Pullover, Sie im cremefarbenen Strick – das wirkt zusammengehörig, ohne gestellt zu sein.

Farben, die im Studio zuverlässig funktionieren

Mein Studio in Hitzkirch arbeitet mit warmem, weichem Licht und ruhigen Hintergründen. Darauf wirken gedeckte, natürliche Töne am besten:

  • Creme, Beige, Sand, Camel – wärmen den Hautton und lenken nicht ab
  • Warmes Grau und Anthrazit – elegant, funktioniert für alle Altersgruppen
  • Gedecktes Grün, Rostrot, Senf, Altrosa – geben Farbe, ohne zu schreien
  • Tiefes Blau und Marine – der sichere Griff, wenn gar nichts passen will

Wenn Sie einen Akzent setzen möchten, geben Sie ihn einer Person. Ein rostrotes Kleid in einer sonst gedeckten Gruppe zieht den Blick genau dorthin, wo Sie ihn haben wollen.

Was auf Bildern selten gut aussieht

Nicht verboten – nur erfahrungsgemäss anstrengend:

  • Grosse Schriftzüge und Logos. Das Auge liest sie, statt Ihr Gesicht anzuschauen. Und in zehn Jahren datieren sie das Bild.
  • Enge Streifen und kleinteilige Karos. Sie können auf dem Bild flimmern.
  • Grelles Neon. Es färbt ab – buchstäblich, als Farbschimmer auf Kinn und Hals.
  • Alles brandneu. Ein Pullover, der noch nie getragen wurde, sitzt anders. Und man sieht, wenn sich jemand fremd fühlt.

Bei Kindern gelten andere Regeln

Brauner Teddybär vor dunklem Hintergrund – das Lieblingsstück darf mit zum Familienshooting
Das Lieblingsstück darf mit. Auch wenn es nicht ins Farbkonzept passt.

Ein Kind, das an seinem Kragen zupft, denkt an den Kragen und nicht an Sie. Deshalb: Bequemlichkeit schlägt Schönheit, jedes Mal.

Lassen Sie Ihr Kind aus zwei Möglichkeiten wählen, die Sie beide gut finden. Das Gefühl, mitentschieden zu haben, ist auf dem Bild später sichtbar – als Haltung.

Und bringen Sie ruhig das Lieblingsteil mit. Der ausgeliebte Dinosaurierpullover ist in fünf Jahren genau das, wobei Sie weich werden.

Für ganz kleine Kinder gilt zusätzlich: ein zweites Set einpacken. Sie wissen, warum.

Wie viele Outfits sind sinnvoll?

Zwei. Selten drei.

Ein Wechsel bringt Abwechslung in die Bilder – ein zweiter kostet vor allem Zeit und Geduld, und beides brauchen wir für die Kinder. Planen Sie den ersten Look für die ruhigen, klassischen Aufnahmen und den zweiten für das Lockere: barfuss, zerzaust, gelacht.

Zwei Kleinigkeiten, an die niemand denkt

Schuhe und Socken. Auf Familienbildern sitzt und liegt man viel. Löchrige Socken sind ein Klassiker – und auf dem Bild dann leider auch.

Bügeln Sie am Vorabend. Nicht wegen der Perfektion, sondern weil Sie am Shootingtag garantiert etwas anderes zu tun haben.

Und wenn Sie trotzdem unsicher sind?

Dann schicken Sie mir vorher Fotos Ihrer Kleiderstapel. Ich schaue kurz drüber und sage Ihnen, was miteinander kann – das kostet Sie fünf Minuten und mich zwei, und es nimmt am Shootingtag spürbar Druck raus.

Denn am Ende gilt: Die Kleidung soll dafür sorgen, dass niemand über sie nachdenkt. Alles andere machen wir gemeinsam vor Ort.

Mehr zum Ablauf, zu den Paketen und zu unseren Räumen finden Sie auf der Seite Familienshooting in Luzern und im Seetal. Fotografiert wird im Studio in Hitzkirch, rund zwanzig Minuten von der Stadt Luzern.

Häufige Fragen

Was ziehen wir am besten an fürs Familienshooting?

Bleiben Sie in einer gemeinsamen Farbwelt aus drei bis vier gedeckten Tönen – Creme, Sand, warmes Braun, gedecktes Grün – aber tragen Sie nicht alle dasselbe. Jede Person wählt etwas, worin sie sich wohlfühlt. Das wirkt zusammengehörig, ohne wie eine Uniform auszusehen.

Welche Farben funktionieren im Studio am besten?

Creme, Beige, Sand und Camel wärmen den Hautton. Warmes Grau, Anthrazit und tiefes Blau sind die sichere Wahl. Gedecktes Grün, Rostrot, Senf und Altrosa geben Farbe, ohne abzulenken. Wenn Sie einen Akzent setzen möchten, geben Sie ihn nur einer Person.

Was sollte man beim Familienshooting nicht anziehen?

Grosse Schriftzüge und Logos ziehen den Blick vom Gesicht weg und datieren das Bild. Enge Streifen und kleinteilige Karos können flimmern. Grelles Neon färbt als Farbschimmer auf Kinn und Hals ab. Und alles, was noch nie getragen wurde, sitzt anders.

Wie viele Outfits soll ich mitbringen?

Zwei, selten drei. Ein Wechsel bringt Abwechslung in die Bilder, ein zweiter kostet vor allem Zeit und Geduld – und beides brauchen wir für die Kinder. Planen Sie den ersten Look für ruhige Aufnahmen, den zweiten für das Lockere.

Was ziehen Kinder an?

Bequemlichkeit schlägt Schönheit, jedes Mal. Lassen Sie Ihr Kind aus zwei Möglichkeiten wählen, die Sie beide gut finden – das Gefühl mitentschieden zu haben, sieht man dem Bild später an. Das Lieblingsstück darf mit, auch wenn es nicht ins Farbkonzept passt.

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