Die meisten Menschen, die zum ersten Mal bei mir im Studio stehen, sagen innerhalb der ersten fünf Minuten denselben Satz: „Ich bin eigentlich total unfotogen.» Und fast alle sind danach überrascht, wie wenig davon auf den Bildern übrig bleibt.
Woran das liegt, ist kein Geheimnis: Ein gutes Studiobild entsteht nicht in dem Moment, in dem der Auslöser klickt. Es entsteht in der halben Stunde davor. Damit Sie wissen, worauf Sie sich einlassen, führe ich Sie hier einmal durch einen ganz normalen Termin.
Vorher: das Gespräch, das die Hälfte der Arbeit macht
Bevor wir einen Termin festlegen, telefonieren oder schreiben wir. Ich möchte wissen, wofür die Bilder gedacht sind – ein Geschenk, eine Bewerbung, ein Geburtstag, einfach für sich selbst. Und ich möchte wissen, was Sie an Fotos von sich bisher nicht mochten.
Das klingt nach einer unangenehmen Frage, ist aber die nützlichste von allen. Wer mir sagt „ich mag mein Profil nicht» oder „auf Bildern wirke ich immer streng», gibt mir eine konkrete Aufgabe. Licht, Winkel und Haltung lassen sich darauf einstellen – aber nur, wenn ich es vorher weiss.
Die erste Viertelstunde: noch keine Kamera
Wenn Sie ankommen, fotografieren wir zunächst nicht. Sie legen ab, bekommen etwas zu trinken, wir schauen gemeinsam die mitgebrachte Kleidung an und hängen sie in der Reihenfolge auf, in der wir sie brauchen werden.
Diese Viertelstunde ist kein Höflichkeitsritual. Sie ist der Grund, warum die Bilder aus der zweiten Hälfte fast immer besser sind als die aus der ersten – und je früher die Anspannung nachlässt, desto früher beginnt die zweite Hälfte.
Das Licht: warum es im Studio so viel einfacher ist
Draussen nehme ich das Licht, das da ist. Im Studio baue ich es. Das ist der ganze Unterschied – und für Sie bedeutet er vor allem eines: Verlässlichkeit.
Kein Wolkenzug, der mitten in der Serie die Stimmung wechselt, kein Gegenlicht, das plötzlich stört, keine Spaziergänger im Hintergrund. Wir arbeiten meist mit einer grossen weichen Hauptlichtquelle seitlich vorne und einem Aufheller gegenüber. Das ergibt weiche Schatten, die das Gesicht formen, ohne hart zu wirken.
Praktisch heisst das auch: Ein Studiotermin funktioniert im November um 16 Uhr genauso gut wie im Juni um 10 Uhr. Gerade für Familien mit kleinen Kindern ist das oft das entscheidende Argument.
Beim Fotografieren: Sie müssen nichts können
Die häufigste Sorge – „ich weiss doch gar nicht, wie ich stehen soll» – erledigt sich von selbst. Ich sage Ihnen, wohin mit dem Gewicht, wohin mit den Händen, wohin mit dem Blick. Sie müssen keine Pose kennen und keine mitbringen.
Wir arbeiten in kurzen Blöcken: ein paar Minuten eine Haltung, dann etwas Neues. Zwischendurch zeige ich Ihnen Bilder auf dem Display. Das ist wichtiger, als es klingt – sobald Sie ein gelungenes Bild von sich gesehen haben, verändert sich Ihre Haltung vor der Kamera spürbar.
Wie lange dauert das Ganze?
Ein Porträt- oder Bewerbungstermin liegt bei etwa 60 bis 90 Minuten. Familien und Kinder planen wir grosszügiger, weil Pausen dazugehören. Aufwendigere Shootings mit mehreren Looks brauchen zwei bis drei Stunden.
Länger ist selten besser. Konzentration und Ausstrahlung lassen nach – die stärksten Bilder entstehen fast immer in der zweiten halben Stunde, nicht in der vierten.
Danach: Auswahl und Bearbeitung
Aus mehreren hundert Aufnahmen wird eine engere Auswahl. Sie sehen die Bilder in einer geschützten Galerie und markieren, welche Sie möchten. Erst diese werden von Hand entwickelt: Licht, Farbe, Hautton, und – wenn Sie es wünschen – ein zurückhaltender Feinschliff.
Was ich nicht mache: Menschen zu jemand anderem machen. Ein Pickel vom Vortag darf weg, Ihre Lachfalten bleiben. Wenn Sie das anders möchten, sagen Sie es – aber die Voreinstellung ist Zurückhaltung.
Was Sie mitbringen sollten
- Zwei bis drei Oberteile in gedeckten Tönen, die Ihnen wirklich passen
- Alles gebügelt – Falten sind im Studiolicht deutlicher als im Spiegel
- Etwas Zeit davor, damit Sie nicht gehetzt ankommen
- Bei Kindern: ein Ersatzoberteil und einen vertrauten Gegenstand
- Ihre Fragen – lieber im Studio geklärt als hinterher gedacht
Und wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Idee überhaupt umsetzbar ist: Fragen Sie einfach. Die meisten Dinge, die im Kopf kompliziert klingen, sind im Studio eine Frage von zehn Minuten Aufbau.
Das Studio steht in Hitzkirch im Luzerner Seetal, rund zwanzig Minuten von der Stadt Luzern. Eine Übersicht aller Shootings finden Sie unter Shootings, konkrete Termine über die Anfrage.
Häufige Fragen zum Studiotermin
Wie läuft ein Fotoshooting im Studio ab?
Nach einer kurzen Ankommensphase mit Kleidungsbesprechung fotografieren wir in mehreren kurzen Blöcken mit wechselnden Haltungen und Looks. Zwischendurch schauen Sie die Bilder am Display an. Danach wählen Sie aus einer geschützten Galerie aus, und nur diese Bilder werden von Hand bearbeitet.
Wie lange dauert ein Studioshooting?
Porträt- und Bewerbungstermine dauern 60 bis 90 Minuten. Familien- und Kindershootings werden grosszügiger geplant, weil Pausen dazugehören. Shootings mit mehreren Looks brauchen zwei bis drei Stunden.
Muss ich Posen können?
Nein. Sie bekommen während des ganzen Termins Anweisungen zu Haltung, Händen und Blick. Vorkenntnisse sind nicht nötig – die meisten Kundinnen und Kunden stehen zum ersten Mal vor einer Studiokamera.
Was soll ich zum Fotoshooting anziehen?
Zwei bis drei gut sitzende Oberteile in gedeckten, natürlichen Tönen. Grosse Logos, enge Streifen und Neonfarben wirken im Studiolicht unruhig. Alles sollte gebügelt sein und schon einmal getragen worden sein.
Ist Studiofotografie auch bei schlechtem Wetter möglich?
Ja, das ist der grosse Vorteil. Das Licht wird im Studio gebaut und ist vom Wetter und von der Jahreszeit unabhängig. Ein Termin im November um 16 Uhr liefert dieselbe Qualität wie einer im Juni um 10 Uhr.









